HDR

HDR Fotos zeichnen sich durch ihren hohen Kontrastumfang (High Dynamic Range) aus und können je nach Einstellungen oder Machart auf den Betrachter sehr befremdlich und unnatürlich wirken.
Eigentlich dient diese Technik der Darstellung von kontrastreicheren Fotos, die durch das zusammensetzten mehrerer Bilder des gleichen Motivs mit unterschiedlichen Belichtungen erreicht werden. Dabei werden in der Regel 5 Fotos aufgenommen von denen 2 unterbelichtet, eines normal und zwei Bilder überbelichtet sind. Die Belichtungsabstufungen kann man meist individuell im Kamerasetup einstellen. Daraus entsteht dann ein Foto auf dem die dunklen Bereich aufgehellt und die hellen Bereiche abgedunkelt werden. Das Bild bekommt so deutlich mehr Tiefe und es wirkt detaillierter. Manche Kameras machen dies auch mit 3 oder zwei Bildern, je nach Modell und wer keine Funktion dieser Art hat, der kann den HDR Effekt dennoch mit Software Filtern oder diversen Apps im Nachhinein auf die Fotos legen, was aber mit enormen Qualitätseinbußen am Foto einhergeht und somit nur bedingt bis gar nicht zu empfehlen ist.
Die besten Ergebnisse bekommt man natürlich auch nur wenn das Grundmaterial im RAW Format vorliegt und nicht als jpg, da letzteres schon stark komprimiert ist und deutlich weniger Bildinformationen beherbergt als die rohe / raw Variante.
Ich persönlich finde die Technik sehr interessant, bin aber Aufgrund der etwas aufwendigeren Entwicklung solcher Bilder den einfacheren Weg gegangen und mache meine HDR Bilder ausschließlich aus einem Foto mit manuellen Einstellungen im Entwicklungsprogramm oder ich benutze vorgefertigte oder individuell einstellbare HDR Filter auf Softwarebasis.
Meine Bilder werden in der Regel so „manipuliert“ daß der vermeintliche HDR Effekt die Stimmung des Motivs noch mehr zum Ausdruck bringt und so kommt es das meine Werke teilweise einen sehr künstlichen Touch haben, der aber so gewollt ist und das Bild aus meiner persönlichen Sicht zu einem Kunstwerk macht.
Das Spektrum an HDR Bildern ist sehr breit gefächert und reicht von supernatürlich bis ins unendlich surreale, wobei der Grundgedanke bei der Natürlichkeit liegt. Auch bei der Definition des Begriffs HDR scheiden sich die Geister weil viele Menschen diese teilweise quietschbunten Bilder nicht als HDR Bild anerkennen wollen sondern eher als Schandtat…. so als würde man ein Steak panieren.
Wie dem auch sei, ich denke hier ist für jeden was dabei :

Interessant wirkt sich sowas auch auf Fotos von “Lost Places” also verlassenen Orten aus, weil man mit den Einstellungen die teilweise dramatisch anmutende Stimmung vor Ort noch deutlich verstärken kann.
Ich habe bereits ein paar relativ unspektakuläre Orte besucht und dort ein paar Aufnahmen gemacht:

 


Blitzbirnes HDR Bilder auf YouTube ansehen :

 

 

 

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