Die Luftmunitionsanstalt 3/XI

1934 begann der Aufbau der Munitionsanstalt (Muna) in Harpstedt/Dünsen nahe Bremen. Sie diente im zweiten Weltkrieg als Umschlagplatz von Bomben und Granaten für Flugabwehrkanonen und wurde im April 1945 von britischen Truppen übernommen. Die Briten Demilitarisierten diese Anstalt und gaben sie für die zivile Nutzung frei. Es entstanden Wohnungen für die Vertriebenen und verschiedene Betriebe die für den Wiederaufbau dringend benötigte Teile anfertigten.
Anfang der 50er Jahre entstanden dort Schullandheime welches den Kindern aus Bremen eine Erholung in der Natur ermöglichen sollte. Leider kam es 1959 zu einem tragischen Unglück als ein Jagdbomber der Bundeswehr bei einem Übungsflug auf das Verwaltungsgebäude stürzte .
Der Pilot kam dabei um´s Leben, Kinder wurden zum Glück nicht verletzt.
Anfang der 60er Jahre übernahm die Bundeswehr schrittweise das Gebiet und wies es 1964 als militärischen Schutzbereich aus. Die Fläche der ehemaligen Anstalt wurde im kalten Krieg von der Bundesrepublik, den USA und später auch von den Niederlanden als militärische Liegenschaft genutzt. Atomare Sprengköpfe und Granaten wurden dort gelagert die von der Delmenhorster Begleitbatterie bewacht wurden.
Nach Ende des kalten Krieges zogen die Amerikaner ihre Atomsprengköpfe ab. Ein Teil des Bereichs wurde bis Ende der 90er von den Niederländern für logistische Zwecke genutzt und im Jahre 2001 wurde die militärische Nutzung komplett eingestellt. 2006 wurde das gesamte Areal verkauft und einzelne Bereiche an verschiedene Nutzer vermietet. Die bis heute aktiven Betriebsgrundstücke sind eingezäunt und nicht zugänglich. Das restliche Gebiet kann auf diversen Wegen durchquert werden und man findet dort noch sehr viele Relikte aus vergangenen Tagen. Viele Ruinen stehen im Wald verstreut und verrotten langsam vor sich hin.
Ich habe mich mit der Kamera in den Wald begeben und ein paar interessante Eindrücke bekommen die ich hier nun zum Besten gebe.

(Aufgenommen mit Sony Alpha 7RII & Sony RX10-III)

Hier noch ein paar Fotos die ich im September 2015 in einem anderen Areal der Muna aufgenommen habe.
Dieses Areal entstand 1961 als Sondermunitionslager kurz SAS genannt . Hier lagerten während des kalten Krieges taktische Nuklearwaffen die im Kriegsfall zum Abschuss vorgesehen waren. Kein schöner Gedanke…
Leider sind die Gebäude allesamt dem Vandalismus zum Opfer gefallen was ich sehr schade finde und zutiefst verurteile. Dennoch haben ein paar Fotos den Weg von der Kamera auf diese Webseite geschafft.

(Aufgenommen mit Nikon D5100)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.